VFH: Plätzchenreste retten: einfach, fix und lecker
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Die Feiertage sind vorüber, der Baum wird auch bald abgeschmückt, aber in den Plätzchen-Dosen zuhause finden sich alle Jahre wieder noch kulinarische Überbleibsel.
Was tun mit dem übriggebliebenen Weihnachtsgebäck? So wirklich Lust darauf hat kaum noch jemand. Wir verraten Ihnen, wie Sie Plätzchenreste nach Weihnachten lecker weiterverarbeiten und so gleichzeitig vor der Tonne retten können.
Während der Adventszeit ist die Vorfreude und Lust auf Plätzchen riesig. Nicht nur der Gedanke an das Verspeisen von Vanillekipferl, Spitzbuben und Zimtsternen zaubert vielen ein Lächeln ins Gesicht, sondern auch das Backen ist ein richtiges Highlight in der Vorweihnachtszeit – ganz besonders für Kinder. Und weil es so viel Spaß macht, wird bei der Kleckerei in der Weihnachtsbäckerei oft großzügig kalkuliert – an Plätzchen soll es an Weihnachten ja auch bloß nicht mangeln! Dazu kommt, dass es um die Feiertage und den Jahreswechsel herum auch noch ganz viele andere süße und herzhafte Leckereien gibt, die es zu probieren gilt.
Zum Anfang des neuen Jahres kommt es deshalb nicht selten vor, dass noch Reste von der Weihnachtsbäckerei übrig sind. Die Plätzchen sind dann vielleicht schon etwas hart geworden, eignen sich in der Regel aber immer noch hervorragend für den Verzehr. Mit wenigen Handgriffen lassen sich aus ihnen neue Köstlichkeiten herstellen, die nicht mehr an weihnachtliche Plätzchen erinnern und so allemal zum Jahresbeginn passen.
Wer Plätzchenreste verwertet, tut Gutes für sich und die Umwelt
Fast elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen hierzulande jährlich im Müll. Für mehr als die Hälfte davon sind Privathaushalte verantwortlich. Jede Hessin und jeder Hesse wirft damit durchschnittlich pro Jahr etwa 75 Kilogramm Lebensmittel in den Müll – darunter fallen auch die eigentlich so beliebten Plätzchen. Problematisch ist, dass mit dem Wegwerfen von Lebensmitteln nicht nur ihr Nährwert an sich verloren geht, sondern auch wertvolle Ressourcen vergeudet werden, die für ihre Herstellung notwendig sind (zum Beispiel Wasser und Energie). Mit jedem Plätzchen oder anderem Lebensmittel, das nicht im Abfall landet, schützt man also die Umwelt – und ganz nebenbei auch den eigenen Geldbeutel. Denn weniger wegzuwerfen und mehr zu verwerten, heißt auch weniger einkaufen zu müssen.
Was lässt sich aus Plätzchenresten zaubern?
So, jetzt heißt es aber „Butter an die Plätzchen“! Und wir verraten Ihnen endlich, welches neue Naschwerk Sie im Nu aus Ihren Plätzchenresten herstellen können.
1. Flotter Plätzchenboden für Käsekuchen
Zur Herstellung des Plätzchenbodens benötigen Sie nur Plätzchenreste und flüssige Butter.
- Zerbröseln Sie die übriggebliebenen Plätzchen am besten in einer Schüssel oder in einem Plastikbeutel – hierbei können auch super Kinderhände unterstützen!
- Vermischen Sie die Plätzchenbrösel mit flüssiger Butter, verteilen Sie die Mischung anschließend auf dem Boden einer Springform und drücken Sie diese fest an. Für eine Springform mit etwa 28 Zentimetern Durchmesser benötigen Sie 200 Gramm Plätzchenbröseln und 80 Gramm flüssige Butter.
- Stellen Sie die Form mit dem Boden im Anschluss für mindestens 30 Minuten kalt.
- Der Kuchenboden aus Plätzchenresten ersetzt den klassischen Mürbeteigboden. Nach dem Erkalten des Bodens kann er in ein Käsekuchen-Rezept nach Wahl integriert werden.
2. Kinderleichtes Plätzchen-Schichtdessert
Hierfür benötigen Sie Plätzchenreste, Joghurt und Quark (auch geschlagene Sahne oder Mascarpone können genutzt werden), etwas Zucker (optional) und Früchte oder daraus hergestelltes Fruchtmus.
- Zerbröseln Sie die übriggebliebenen Plätzchen am besten in einer Schüssel oder in einem Plastikbeutel. Geben Sie anschließend einen Teil der Plätzchenbrösel in ein Glas. Diese bilden die unterste Schicht des Desserts.
- Vermengen Sie Joghurt und Quark miteinander und geben Sie gegebenenfalls etwas Zucker hinzu.
- Schichten Sie einen Teil der Joghurt-Quark-Masse auf die Plätzchenbrösel im Glas.
Schichten Sie nun eine Schicht Früchte oder Fruchtmus darüber. Für das Fruchtmus können Sie das Obst einfach grob zerdrücken oder pürieren. - Sollte das Glas noch nicht bis zum Rand gefüllt sein, geben Sie einfach noch weitere Schichten Plätzchenbrösel, Joghurt-Quark-Masse und Früchte darauf. Schon ist das Plätzchen-Schichtdessert fertig!
Tipp: Verwenden Sie am besten Obst aus der Region und Saison. Welches Obst aktuell Saison hat, erfahren Sie im VerbraucherFenster-Saisonkalender. Da die Auswahl im Winter begrenzt ist, können Sie auch auf Tiefkühlware ausweichen.
3. Kunterbunte Cake Pops
Für die Cake Pops benötigen Sie Plätzchenreste, Mascarpone, Puderzucker, Holzspieße, Schokolade zum Schmelzen und Streusel zum Verzieren.
- Zerbröseln Sie die übriggebliebenen Plätzchen am besten in einer Schüssel oder in einem Plastikbeutel.
- Vermischen Sie die Plätzchenbrösel mit Mascarpone und Puderzucker und stellen Sie die Mischung für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Für die Verarbeitung von 200 Gramm Plätzchenbröseln benötigen Sie etwa 125 Gramm Mascarpone und einen halben Esslöffel Puderzucker.
- Formen sie aus der erkalteten Masse im Anschluss kleine Kugeln und stecken Sie diese jeweils auf einen Holzspieß.
- Überziehen Sie die Cake Pops mit geschmolzener Schokolade und verzieren Sie diese mit Streuseln. Hierbei können sich kleine und große Zuckerbäcker so richtig kreativ austoben.
Viel Freude beim Ausprobieren und Lebensmittel retten!