„Mein Kind mag kein Gemüse“ – Tipps aus der Familienküche
© Familienküche
Viele Eltern kennen das: Aufwändig in Form geschnitzte Gurkensterne oder liebevoll angerichtete Gemüseteller – und trotzdem verzieht der Nachwuchs das Gesicht.
Doch bevor Frust aufkommt: Gemüse-Skepsis ist bei Kindern ganz normal. Tatsächlich bringen Kinder Schutzprogramme aus der Evolution mit. Bitteres oder Saures könnte unreif oder giftig sein – deshalb lehnen viele Kinder Gemüse anfangs ab.
Damit aus Gemüse-Frust langsam Gemüse-Lust wird, hilft vor allem eins: Erfahrungen sammeln. Kinder müssen Lebensmittel sehen, anfassen, riechen, probieren und auch ablehnen dürfen. Spielerische Impulse eignen sich dafür besonders gut – etwa eine Gemüse-Expedition im Supermarkt, bei der nach Formen oder Farben gesucht wird.
Außerdem können folgende Tipps helfen:
- Kinder knabbern oft gern rohes Gemüse, da hierbei der Spaß im Vordergrund steht. Bieten Sie es regelmäßig und vielfältig an.
- Bieten Sie auch Gemüse, das noch nicht gegessen wird, weiterhin an – ohne Druck oder Zwang.
- Beziehen Sie Ihr Kind beim Kochen ein. Kinder lernen so Lebensmittel kennen und möchten sie vielleicht auch probieren.
- Sie sind Vorbild für Ihr Kind. Was Sie essen oder nicht essen, schaut es sich ab.
- Bieten sie die Bestandteile eines Gerichts einzeln an, damit Ihr Kind jede Zutat einzeln erkunden kann
Weitere Tipps finden Sie im Interview mit Ökotrophologin Edith Gätjen in der Familienküche.
Rezept des Monats: Gemüsestulle mit selbst geschüttelter Butter
Ein frisches Brot, selbst geschüttelte Butter und saisonales Gemüse – einfacher lässt sich Vielfalt kaum entdecken. Richten Sie die frischen Zutaten wie Gurke, Paprika, Radieschen oder Pilze in kleinen Schälchen an. Kinder können alles selbst auswählen, anfassen und probieren. Das macht Spaß und senkt die Hürde für neue Gemüsesorten.
Das Rezept finden Sie hier.