Weltkrebstag 2026: Gesundheitsministerin Diana Stolz ruft zur Vorsorge auf – HPV-Impfung schützt vor bestimmten Krebsarten

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„Wer Vorsorge nutzt, übernimmt Verantwortung für die eigene Gesundheit.“

Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar ruft Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz dazu auf, „vorhandene Vorsorgeangebote konsequent zu nutzen.“ Krebs zählt weiterhin zu den häufigsten und schwerwiegendsten Erkrankungen in Deutschland. Jährlich erhalten rund eine halbe Million Menschen eine Krebsdiagnose, mehr als 220.000 sterben an den Folgen der Erkrankung.

„Krebs ist eine Erkrankung, die jeden treffen kann. Entscheidend ist, dass wir die Möglichkeiten nutzen, die uns die moderne Medizin bietet“, betonte die Ministerin. „Wird Krebs sehr früh oder bereits im Vorstadium erkannt, sind die Heilungschancen deutlich besser. Deshalb appelliere ich eindringlich an alle Menschen, die angebotenen Früherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen.“

Die Ministerin unterstrich, dass Vorsorge kein Thema allein für Frauen sei. Auch Männer müssten stärker für Präventionsangebote sensibilisiert werden. „Gesundheitsvorsorge geht uns alle an – unabhängig von Alter oder Geschlecht“, so Stolz.

HPV-Impfung: wirksamer Schutz vor Krebs

Besonders wichtig ist auch hier die Prävention durch Impfungen. Die Gesundheitsministerin hob die Bedeutung der HPV-Impfung hervor, die vor Infektionen mit Humanen Papillomviren schützt. Diese Viren können verschiedene Krebsarten verursachen – bei Frauen ebenso wie bei Männern.

„Die HPV-Impfung ist eine wirksame Maßnahme zur Krebsprävention. Sie schützt nicht nur vor Gebärmutterhalskrebs, sondern auch vor weiteren Tumorerkrankungen, die Männer betreffen können“, erklärte Stolz. „Leider werden diese Möglichkeiten noch nicht ausreichend genutzt. Deshalb werbe ich ausdrücklich dafür, Impfangebote frühzeitig wahrzunehmen.“

Die Impfung wird für Kinder und Jugendliche empfohlen und kann bei versäumtem Impftermin auch später nachgeholt werden. Für Mädchen und Jungen wird die HPV-Impfung von den gesetzlichen und in der Regel auch von den privaten Krankenversicherungen bezahlt. Das Alter variiert von Kasse zu Kasse.

Mammografie-Screening wichtiger Baustein der Brustkrebsvorsorge

Neben Impfungen spielt die Früherkennung eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Krebs. Regelmäßige Untersuchungen können helfen, Erkrankungen frühzeitig zu entdecken und damit schonender und erfolgreicher zu behandeln. Dazu zählt auch das Mammografie-Screening, das Brustkrebs häufig erkennt, bevor Symptome auftreten.

Eine Mammographie wird ab einem Alter von 50 Jahren routinemäßig empfohlen, da ab hier das Risiko deutlich ansteigt. Doch auch in jüngeren Altersgruppen gibt es ein Risiko. Das regelmäßige Abtasten der Brust ist daher besonders wichtig. Es hilft, Veränderungen wie Knoten, Verhärtungen oder Dellen frühzeitig zu bemerken und ärztlich abklären zu lassen. Mit deutschlandweit ca. 75.000 Diagnosen jährlich zählt Brustkrebs zu den häufigsten Krebsarten. Die Altersgrenze für das kostenlose Mammographie-Screening wurde in Hessen mit Wirkung zum 1. Juli 2024 von 69 auf 75 angehoben.

„Früherkennung kann Leben retten und dazu beitragen, schwere Krankheitsverläufe, langwierige Therapien und großes Leid zu vermeiden“, sagte die Ministerin. „Wer Vorsorge nutzt, übernimmt Verantwortung für die eigene Gesundheit.“

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